Das erste Highlight im touristischen Jahr beginnt stets in Eichstätt. Ein Wochenende voller brainstorming, creative thinking und content sharing. Vom 20. – 22. Januar fand das Familientreffen der onlineverrückten Touristiker im deutschsprachigen Raum statt. Es ist sehr schön die vielen Gesichter regelmäßig wiederzutreffen. Aus den letzten Jahren sind aus so manchen Beziehungen tolle Freundschaften geworden, die ich persönlich nicht mehr missen möchte.
Themen
Die Breite der Themen war in diesem Jahr sehr weit gefächert. Beginnend mit dem großen Player Google über die Messung von Destinationskommunikation bis hin zu Near Field Communication waren spannende Themen zu verfolgen. Die Verteilung von Hoteliers, Destinationsmanager, Berater, Intermediäre und Dienstleister war zwar etwas unausgeglichen, dennoch konnten aufschlussreiche Diskussionen geführt und Wissen ausgetauscht werden. Ich habe mich dazu entschieden, nach meinen beiden Sessions beim Castlecamp in Kaprun und dem Hotelcamp in Bendorf, mich dieses Mal auf die Zuhörerseite zu schlagen.
Google+
„Content auf welchen Plattformen?“ stand in einer der Sessions als zentrale Frage im Mittelpunkt. Sehr intensiv wurde über Google+ diskutiert. Da momentan noch eine große Unsicherheit und Skepsis im Raum steht, wurde sich aus diversen Blickrichtungen ausgetauscht. Ist es sinnvoll, schon jetzt Zeit und Ressourcen zu investieren? Was sind die langfristigen Ziele eines sozialen Netzwerks des Suchmaschinengiganten? Warum sollte man noch ein soziales Netzwerk nutzen, wenn meine Freunde und Bekannten nicht mitmachen?
An dieser Stelle möchte ich auf Googles Grundsätze hinweisen und dazu
zurückkehren. Google ist und bleibt dem Kerngeschäft der Suche treu. Die Entwicklung eines neuen Netzwerks ist Mittel zum Zweck der verbesserten Suche. Stringent verfolgt Google ein Ziel, welches in jedem neue Projekt sichtbar wird: Das Erzielen des besten Suchergebnisses für den Nutzer. Im Fall von Google+ zielt es auf die besten personalisierten und einflussreichsten Ergebnisse, welche klar durch “Search, plus your world“ positioniert wurden. Wichtig für jeden einzelnen touristischen Akteur sind die Bildung von relevantem Content und die Vernetzung mit einflussreichen Personen, sogenannten Ambassadors. Die Inhalte des Google-internen sozialen Netzwerks werden einen große Bedeutung in den künftigen Suchergebnissen spielen und sollten daher mit Inhalten gepflegt werde. Suchmaschinenoptimierung (SEO) wird in den Hintergrund treten und die soziale Komponente der Suche (Social SEO) in den Vordergrund. Durch das Setzen relevanter Links in Google+ ist zum jetzigen Zeitpunkt schon ein großer Schritt getan.
ROI, RoI, Roi, roi
Auf der Suche nach dem ROI gestaltete sich für mich eine Session als besonders interessant: Die Messbarkeit bzw. Key Performance Indicators (KPIs) von DMOs. Es wurden Kennzahlen vorgetragen – wie Input vs. Output, Income vs. Outcome, Outflow etc. – die nicht nur im Destinationsmanagement einsetzbar sind, sondern auch im Hotelleriebereich verwendbar und denkbar sind. Denn um nichts anderes geht es, als den relevanten Beitrag und den umsatzsteigernden Einsatz von Ressourcen. (beispielsweise um den Einsatz personeller Ressourcen im Bereich Qualitäts- und Reputationsmanagement bezogen auf ein Einzelhotel). Nach welchen KPIs wird hier gerechnet? Ist es überhaupt messbar? Mit welchem monetären Einsatz ist zu rechnen? Durch die klare Aufstellung von langfristigen Zielen anhand von vordefinierten KPIs kann ein ROI errechnet werden. Aufgrund dieser Kennzahlen muss nach einem festgesetzten Zeitraum die Entscheidung der Relevanz getroffen und umgesetzt werden. Da ich mich mitten in der Phase der Erstellung von messbaren Ansätzen zum ROI von Hotelbewertungen befinde, möchte ich mich an dieser Stelle für den hilfreichen Einsatz von Olaf Nitz bedanken.
Trompete
Am Abend ging es in die traditionelle Location zum Tourismuscamp: Die Trompete. Nach der Blograusch-Aktion aus dem vergangenen Jahr stand in diesem Jahr der Googlehupf auf dem Programm. Dazu wurden alle Teilnehmer zum Bewerten auf den verschiedenen Kanälen und Plattformen angeregt. Als Anreiz wurden diverse Getränke und Alkoholika ausgegeben, sodass sich der Abend zu einem feucht-fröhlichen Beisammensein entwickeln konnte. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass der Sonntag nach einem so schönen Abend eher langsamer angelaufen ist.
Fazit
Ein schönes Wochenende ging mal wieder viel zu schnell vorbei. Danke für die vielen Gespräche und neuen Kontakte, den schönen Abend und die tolle Stimmung, die super Organisation und das mitreißende Interesse. Ich freue mich schon jetzt auf das #tc13!

